Die Schiller-Oper

Der Rundbau ist das letzte erhaltene Zirkusgebäude aus dem 19. Jahrhundert in Deutschland und – nach aktuellem Forschungsstand – auch in Europa. 1891 wurde es in Stahlskelettbauweise als festes Haus für den "Circus Busch" errichtet. Danach wurde es zum "Schiller-Theater" und schließlich zur "Schiller-Oper". Die letzte Aufführung in der imposanten Halle fand am 11. September 1939 statt. Später wurde das Gebäude unter anderem als Kriegsgefangenenlager, Unterkunft für Asylsuchende und Autowerkstatt zweckentfremdet. Seit 2007 wird es nicht mehr genutzt. Seit 2012 steht es unter Denkmalschutzt.

 

Von 2007 bis 2015 habe ich zur Schiller-Oper geforscht – gefördert unter anderem aus Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Aus dieser Arbeit heraus sind mehrere Bücher und Aufsätze entstanden. 

 

Zur Geschichte des Gebäudes:

 

Die Schiller-Oper in Hamburg. Der letzte Zirkusbau des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Unter Mitarbeit von Gunhild Ohl-Hinz. Beiträge zur Sozial- und Kulturgeschichte St. Paulis, Nr. 5, hg. vom St. Pauli-Archiv e.V. Hamburg 2010 (96 Seiten, 10 EUR). Zu bestellen beim St. Pauli-Archiv e.V.

 

Die Schiller-Oper (1889-1933). Ein vergessenes Zeugnis der Hamburger Unterhaltungskultur und der deutschen Zirkusarchitektur des 19. Jahrhunderts. In: Dirk Hempel, Ingrid Schröder (Hg.): Andocken. Hamburgs Kulturgeschichte 1848-1933. Beiträge zur Hamburgischen Geschichte, Bd. 4. Hamburg 2012, S. 371-380. Zu bestellen beim DOBU-Verlag.

 

Davon ausgehende theoretische und methodische Überlegungen:

 

Das Gebäude als Akteur. Architekturen und ihre Atmosphären. Kulturwissenschaftliche Technikforschung, Bd. 5, hg. von Thomas Hengartner. Zürich 2016 (368 Seiten, 43 EUR). Zu bestellen beim Chronos Verlag.

 

Widerspenstige Gebäude. Eine Atmosphären-Netzwerk-Theorie. In: Johanna Rolshoven, Manfred Omahna (Hg.): Reziproke Räume. Texte zu Kulturanthropologie und Architektur. Cultural Anthropology meets Architecture, Bd. 1. Marburg 2013, Seite 65-81. Zu bestellen beim Jonas Verlag.

 

(Un)heimliche Akteure? Kultur als Netzwerk. In: Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde 2013. Hg. von der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Institut für Volkskunde, S. 45-57. Zu bestellen bei der Bayerische Akademie der Wissenschaften.

 

Widerspenstige Gebäude. Eine Untersuchung von Materialität, Kontroversen und Atmosphären. In: Tobias Conradi, Florian Muhle, Heike Derwanz (Hg.): Strukturentstehung durch Verflechtung. Standpunkte der Akteur-Netzwerk-Theorie(n). Schriftenreihe des Graduiertenkollegs "Automatismen", Bd. 4. München 2011, S. 93-111. Zu bestellen beim Wilhelm Fink Verlag.

Termine für meine nächsten Rundgänge und Vorträge zur Schiller-Oper 

... finden Sie auf der Seite Vorträge und Rundgänge. Wenn Sie außerhalb der genannten Termine eine Führung um das Gebäude oder einen Vortrag zum Thema buchen möchten, melden Sie sich gern unter Tel. 040 28008285 oder per E-Mail an mail@anke-rees.de

 

Wer für den Erhalt der Schiller-Oper aktiv werden möchte: Es gibt eine Anwohner-Inititative der Schiller-Oper. Sie ist auf Facebookhat eine Website und trifft sich vor Ort in der Regel jeden letzten Montag im Monat im "Pantherhaus" in der Lerchenstr. 37.