Bücher und Texte

Möchten Sie eine Broschüre oder ein Buch in Auftrag geben? Oder suchen Sie jemanden, der einen wissenschaftlichen Sammelband oder einen Ausstellungskatalog redaktionell betreut? Ich habe über 20 Jahre journalistische und wissenschaftliche Erfahrung in interdisziplinären Kontexten. Nachfolgend eine kleine Auswahl meiner jüngsten publizistischen Projekte.

Fliegende und schwimmende Denkmäler

In Hamburg gibt es rund 15.300 unterschiedliche Denkmäler - Gebäude, Orte und Bodendenkmäler. Jedes von ihnen hat seine ganz eigene Geschichte. Die von einigen kann inzwischen in einer Flyer-Reihe des Denkmalschutzamtes, überblicksartig und in handlichem Format, nachgelesen werden. Dabei sind auch das einzige fliegende Denkmal der Stadt, das 1936 gebaute Motorflugzeug Ju 52, und ein schwimmendes Denkmal, der Stückgutfrachter Cap San Diego von 1962 - beide geschrieben von mir. Der neueste Flyer, den ich erstellt habe, erzählt die Geschichte der Amsinck-Villa, ein über drei Jahre aufwändig saniertes Gebäude in Lokstedt aus dem Jahr 1868. Sie ist jetzt eine Kita - aktuell die wohl repräsentativste der Hansestadt.

 

Flyer der Reihe "Denkmalpflege Hamburg", Denkmalschutzamt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien, 2018.

Von geschwungenen Dächern und geretteten Türmen

Im Ch. Links Verlag ist in diesem Jahr der Tagungsband "Alles Platte? Architektur im Norden der DDR als kulturelles Erbe" erschienen, den ich redaktionell betreut habe. Er beinhaltet 17 Beiträge von Autorinnen und Autoren aus der Denkmalpflege, der Kunstgeschichte, der Archäologie, der Architektur und der Praxis. Sie setzen sich unter anderem mit Plattenbauten in Rostock auseinander, zeigen die Besonderheit der geschwungenen Betonschalen-Dächer von Ulrich Müther auf und berichten von der Rettung eines Grenzturms in Kühlungsborn. Sie fragen auch danach, wieviel von der Geschichte des "Kolosses von Prora" sichtbar bleiben wird. 

 

Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern (Hg.): Alles Platte? Architektur im Norden der DDR als kulturelles Erbe. Berlin 2018.

Was tun Gebäude mit Menschen?

Was können Gebäude bewirken? Welchen Einfluss haben sie auf die Menschen in ihrer Umgebung, ein Viertel oder eine Stadt? Diesen Fragen bin ich am Beispiel der Schiller-Oper in Hamburg nachgegangen. In meinem Buch stelle ich das an ihr entwickelte "Atmosphären-Netzwerk-Modell" vor. Dabei wird deutlich, wie weit Baumaterialien, Konstruktionen, Form und Lage von Gebäuden Aushandlungsprozesse beeinflussen. Auch für Diejenigen, die mehr an der Geschichte der Schiller-Oper als an den theoretischen Inhalten interessiert sind, bietet das Buch reichlich Lesestoff: Erstmals komplett und detailliert, von der Bau-Idee 1889 bis zum Jahr 2015, wird die Historie dokumentiert. Mehr dazu über den Chronos Verlag und eine Rezension auf H-Soz-Kult.

 

Anke Rees: Das Gebäude als Akteur. Architekturen und ihre Atmosphären. Kulturwissenschaftliche Technikforschung, Band 5. Zürich 2016.